Ein existentialistisches Raumpflegegedicht mit undurchsichtiger Schlusspointe

Ein Loch ist im Eimer
das Putzwasser läuft auf die Dielen
Im Fernseher läuft Mutter Beimer
Die Putzfrau muss schielen
vom vielen Glotzen so dass

sie des Lochs nicht gewahr wird
Bald ist das Wohnzimmer nass
Sie träumt davon, dass sie ein Star wird
und rote Teppiche nutzt
für Bussis und Instafame

Und nicht mehr für Mindestlohn putzt
Mit Fahrer und eigener Creme
und Richard Gere Auge in Auge
Doch in der Realität ist sie 70
und steht bis zum Knie in der Lauge

Sie ärgert sich, holt ihren Lappen
und stopft das Loch mit etwas Kork
feudelt bis vier, isst einen Happen
Und seufzt: Fare well, Richard Gere
Dann nehme ich halt Andy Borg
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